Österreichischer Meister im Beach-Volleyball – 18 LandesmeisterInnen fighteten in Innsbruck um 2 Titel

Erwartungsgemäß stark präsentierten sich die Teams aller SiegerInnen der Landesfinalbewerbe bei der Bundesmeisterschaft 2018 im Schulbeach Cup in beiden Bewerben (Ober- und Unterstufe). Der Besuch in Innsbruck war für alle Teams eine Reise wert. Denn die beiden tollen Beach-Anlagen bei der Beach WG 20 und in der Olympiaworld beim Tivoli Stadion waren von Montag, 25. bis Mittwoch, 27. Juni 2018 Schauplatz und perfekte Kulisse für die österreichische Bundesmeisterschaft im Schulbeachvolleyball. Sowohl die SchülerInnen der Ober- als auch der Unterstufe spielten auf insgesamt 6 Courts um die beiden Titel und kämpften um jeden Ball.

Eher wechselhaftes Wetter war angesagt und fast durchgehend traumhaftes Wetter wurde geboten an allen drei Veranstaltungstagen. Die Stadt Innsbruck zeigte sich von ihrer besten Seite und die Sonne heizte den Teams auf den Courts mächtig ein. Das übertrug sich naturgemäß auf die Stimmung und so wurde das Bundesfinale im Schulbeach Cup von Beginn an zu einem tollen Erlebnis bei besten Beachvolleyballbedingungen.

Bei insgesamt 18 Landesfinalturnieren und mehr als 25 Vorrunden und Bezirksmeisterschaften hatten sich die besten Teams aus jedem Bundesland in zwei Bewerben (Ober- und Unterstufe) für die Bundesmeisterschaft qualifiziert. Neun LandesmeisterInnen sowie pro Bewerb ein zweites Team des Gastgeber-Bundeslandes Tirol (die HAK Hall bei der Oberstufe und das BRG in der Au bei der Unterstufe) machten als Vize-Landesmeiste das Finalturnier komplett. In jeweils zwei Fünfergruppen spielte in der Gruppenphase jeder gegen jeden. Anschließend wurden im Semifinale Kreuzspiele zur Teilnahme am Kleinen und Großen Finale und direkte Platzierungsspiele zwischen dritt-, viert- und fünft-platzierten Teams ausgetragen.

Während der 1. Tag heuer ein reiner Anreisetag war, ging es an Tag 2 ab 8.30 Uhr voll zur Sache. Dienstag war der Tag, an dem alle Gruppenspiele absolviert wurden. Am Finaltag wurden in beiden Bewerben (Ober- und Unterstufe) "nur" mehr die beiden Halbfinali und alle Platzierungsspiele ausgetragen. Begonnen wurde mit den beiden Semifinali. Im Anschluss daran folgten alle weiteren Spiele um die Plätze.

Gelungenes Rahmenprogramm – kurzweilig und ereignisreich

Im Schulsport wird jede Bundesmeisterschaft traditionell von dem einen oder anderen Highlight abseits des sportlichen Geschehens begleitet. In Innsbruck wurde beim Rahmenprogramm der Eröffnungszeremonie alle Teams der jeweiligen Bundesländer in einer Präsentation kurz vorgestellt. Die offizielle Eröffnung inklusive Begrüßung und Vorstellung aller Teams fand am Montag Abend in der neuen Mensa statt. Am 2. Abend genossen nach einem wahrlich langen Turniertag alle Aktiven das Abendessen und nutzten anschließend die Zeit zu einem Besuch beim Public Viewing der gerade laufenden Fußball WM oder zur Regeneration für den Finaltag.

Salzburg erobert den Titel im Oberstufenbewerb

Traditionell standen sich in den letzten Jahren immer wieder die SchülerInnen der beiden Volleyballakademien aus Wien und der Steiermark beim Finale im Oberstufenbewerb gegenüber. Das war aber auch heuer (wie im Vorjahr bereits) nicht wieder so. Denn während die SpielerInnen der Wiener Volleyball-Akademie verhinderungsbedingt den Vize-LandesmeisterInnen den Vortritt lassen mussten, scheiterten die Mit-Titel-FavoritInnen vom BG/BRG/BORG HIB Liebenau Graz schon an der Qualifikation bei der Landesmeisterschaft im Semifinale an den SpielerInnen aus Eisenerz. Damit war die Wiener Volleyballakademie bei der Bundemeisterschaft nur im Unterstufenbewerb im Einsatz. Die steirischen LandesmeisterInnen vom BG/BRG Hartberg und die SpielerInnen vom SSM/SRG Salzburg konnten sich in ihren Gruppen behaupten und jeweils als Erstplatzierte ins Halbfinale einziehen. Dementsprechend brachte die beiden Halbfinali durchwegs interessante Begegnungen. Die Steiermark traf auf Kärnten und Salzburg bekam es mit Vorarlberg zu tun. Das BG/BRG Hartberg setzte sich mit 2:1 gegen das BORG Klagenfurt durch und das Sport-RG Salzburg gewann klar 3:0 gegen das Sportgymnasium Dorbirn. Das Kleine und Große Finale war dann jeweils heiß umkämpft. Im Spiel um Platz 3 rang das Team aus Vorarlberg die SpielerInnen vom BORG Klagenfurt nieder und holte sich die Bronzemedaille. Im Spiel um den Titel setzten sich die Salzburger relativ klar mit 3:0 gegen die Steiermark durch. Somit gelang den SalzburgerInnen die Revanche für die Final-Niederlage gegen die Steiermark im Vorjahr.

Erfolgreiche Titel-Verteidigung für Tirol im Unterstufenbewerb

Auch in der Unterstufe wurde die Titel-AspirantInnen ihren Favoritenrollen in der Gruppenphase nicht so ganz gerecht. Die beiden Top-Gesetzten, Wien und Steiermark, konnten die Gruppenspiele nicht so stark dominieren wie in den Vorjahren. Während sich die jungen SteirerInnen dennoch Platz 1 der Gruppe sicherten, um sich für das Halbfinale zu qualifizieren, qualifizierte sich Wien als Gruppenzweiter der Vorrunde nur knapp fürs Halbfinale. Steiermark und Tirol hießen die beiden Gruppenersten nach der Vorrunde. Als Zweitplatzierte zogen Oberösterreich und wie erwähnt Wien ins Halbfinale ein. In den Kreuzspielen ließen die SpielerInnen vom Akademischen Gymnasium Innsbruck aus Tirol nichts anbrennen und setzten sich 3:0 gegen die OberösterreicherInnen aus Linz durch. Wien hatte ganz schön mit der Steiermark zu kämpfen, behielt aber am Ende mit 2:1 doch die Oberhand und zog ins Spiel um Platz 1 ein. Das Finale der Unterstufe bestritten also Wien (BG/BRG 22 Polgarstraße) und Tirol (Akademisches Gymnasium Innsbruck). Es entwickelte sich ein spannender Schlagabtausch, der schlussendlich mit 2:1 an die jungen TirolerInnen ging. Wien musste sich demnach mit der Silbermedaille begnügen. Die SchülerInnen vom Akademischen Gymnasium Innsbruck holten Gold, konnten den Titel Bundesmeister nach Tirol holen und erfolgreich ihren Titel vom Vorjahr verteidigen. Im Kleinen Finale behielten die Jungs und Mädels vom BG/BRG Hartberg aus der Steiermark gegen die SpielerInnen vom Georg von Peuerbach Gymnasium sowohl die Nerven als auch die Oberhand und sicherten sich mit 2:1 die Bronzemedaille.

Prominent besetzte Siegerehrung

Der Fachinspektor für Bewegung und Sport vom Tiroler Landesschulrat HR Prof. Mag. Wolfgang Oebelsberger beehrte die Beach-Volleyball-Bundesmeisterschaft in Innsbruck gleich an mehreren Tagen mit seiner Anwesenheit und übernahm am 1. Tag auch die offizielle Eröffnung der Bundesmeisterschaft. Bei der Siegerehrung wurden die Medaillen abwechselnd von Michael Ermacora (vom Tiroler Schulbeach Cup Bundesmeister-Team 2015), Bundesreferent Mag. Michael Pokorny, dem Tiroler Landesreferenten Mag. Reinhard Glanz und dem NÖ Landesreferenten Willi Baumgartner als Moderator übergeben, die bei der Siegerehrung die ordnungsgemäße Vergabe der Urkunden an alle TeilnehmerInnen, Medaillen an die drei Bestplatzierten sowie an die beiden siegreichen Teams Pokale, die wie immer dankenswerterweise vom Bundesministerium für Bildung zur Verfügung gestellt wurden organisierten. Nach dem Gruppenfoto mit allen TeilnehmerInnen fand eine tolle Veranstaltung mit dem Abspielen der österreichischen Bundeshymne einen ehrenvollen und würdigen Abschluss.

Endergebnis - Bundesmeisterschaft - Tirol

Oberstufe

1. Salzburg (SSM/SRG Salzburg Akademiestraße)
2. Steiermark (BG/BRG/BORG Hartberg)
3. Vorarlberg (Sportgymnasium Dornbirn)
4. Kärnten (BORG Klagenfurt)

5. Oberösterreich (BORG Linz)
6. NÖ (BG Purkersdorf)
7. Tirol 1 (HAK Wörgl)
8. Tirol 2 (HAK Hall)
9. Burgenland (BG/BRG/BORG Oberschützen)
10. Wien (HLTW 13 Bergheidengasse) 

Unterstufe

1. Tirol 1 (Akademisches Gymnasium Innsbruck)
2. Wien (BG/BRG 22 Polgarstraße)
3. Steiermark (BG/BRG Hartberg)
4. Oberösterreich (Georg von Peuerbach Gymnasium)

5. Kärnten (Europagymnasium Klagenfurt)
6. Tirol 2 (BRG in der Au)
7. Niederösterreich (SMS St. Valentin)
8. Vorarlberg (SMS Wolfurt)
9. Salzburg (NMS Bad Hofgastein)
10. Burgenland (Wimmergymnasium Oberschützen)